YouTube Shorts Ads – Der ultimative Leitfaden 2024

YouTube Shorts Ads sind noch relativ neu und werden bisher von wenigen Werbetreibenden gezielt genutzt. Das bedeutet derzeit noch niedrige Kosten und gute Ergebnisse.

In diesem ultimativen YouTube Shorts Ads Leitfaden sprechen wir darüber, was YouTube Shorts überhaupt sind, welch immenses Potenzial in ihnen steckt und gehen dann Schritt für Schritt die Kampagnenerstellung gemeinsam durch.

Was sind YouTube Shorts?

YouTube Shorts sind Googles Antwort auf Kurzvideos á la TikTok und Instagram Reels.

YouTube Shorts

Es handelt sich um kurze, vertikal aufgenommene Videos von maximal 60 Sekunden Länge, die für gewöhnlich temporeich und kurzweilig sind.

Und das ist auch wichtig, denn wenn ein Video den Zuschauer nicht binnen weniger Millisekunden abholt, kann er einfach nach oben wischen und schauen, ob das nächste nicht interessanter aussieht und eher seine Aufmerksamkeit fesselt.

Für dich als Werbetreibender bedeutet das: Deine YouTube Shorts Werbevideos müssen knallen. Und zwar sofort, ab der Sekunde 0 – sonst ist der Zuschauer weg!

Höchste Zeit daher, dass wir uns dem Thema YouTube Shorts Ads einmal ausführlicher widmen in diesem ultimativen YouTube Shorts Ads Leitfaden.

Denn Googles Angriff auf TikTok und Instagram verläuft durchaus mit Erfolg!

Offizielle Zahlen sprechen bereits von 1,5 Milliarden Nutzern im Monat bei 50 Milliarden Aufrufen:

YouTube Shorts Aufrufe pro Monat

Andere Quellen sprechen sogar schon von über 2 Milliarden Nutzern bei über 70 Milliarden Aufrufen pro Monat.

Einfach unfassbare Zahlen.

YouTube Shorts liefern dabei Inhalte, die auf das Verhalten und die Interessen des Zuschauers zugeschnitten sind. Je mehr Zeit du als Zuschauer auf der Plattform verbringst, desto mehr passt sich der Algorithmus deinen Vorlieben an.

Ach was sage ich – „auf der Plattform“… pah!

Google weiß alles über dich!

  • Kennt deinen Suchverlauf.
  • Deine letzten Standorte.
  • Deine Lebensgewohnheiten.
  • Deinen Familienstand.
  • Weiß, wo du gerne Urlaub machst.
  • Womit du so Probleme hast.
  • Von wem du E-Mails bekommst.
  • Welche Ärzte du suchst.

Aber ja, ganz sicher auch, bei welchen YouTube Videos und YouTube Shorts du „hängen bleibst“, welche du likest und welche Kanäle du so abonniert hast…

Apropos… trainieren wir doch gemeinsam den Google Algorithmus etwas. Zeig ihm, dass dir unser YouTube Kanal gefällt und lass ein Abo da 😏

Ja, Google ist eben eine Datenkrake.

Doch dieses Wissen von Google über jeden einzelnen Nutzer, ist auch der entscheidende Vorteil für dich als Werbetreibender: Das Anzeigen-Targeting bei Google ist dem von einer vergleichsweise jungen Plattform wie etwa TikTok einfach Lichtjahre voraus und sicherlich wenigstens auf Augenhöhe mit Facebook.

Das bedeutet, dass deine Werbung Zuschauern angezeigt wird, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wirklich Interesse an dem haben, was du anbietest.

Dazu kommt: Nur vergleichsweise wenige Werbetreibende nutzen bisher überhaupt YouTube Shorts Ads!

Geringe Konkurrenz bedeutet für gewöhnlich: Niedrige Kosten. Also niedriger CPM und niedriger CPC.

Solltest du bereits 9:16 Video-Formate als Ad auf Facebook, Instagram oder TikTok nutzen, spricht nichts dagegen mit denselben Videos auch YouTube Shorts zu testen.

YouTube Shorts Ads Kampagne erstellen

Richten wir doch einfach mal gemeinsam und Schritt-für-Schritt eine YouTube Shorts Ads Kampagne ein.

Die folgende Anleitung in Textform, findest du auch als Video auf YouTube (liken nicht vergessen 😉):

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Hinweis: YouTube Shorts Ads sind im Grunde wie eine Art „Sonderfall“ von YouTube Ads. Zum Thema YouTube Ads an sich, haben wir ebenfalls einen Leitfaden erstellt: Zum ultimativen YouTube Ads Leitfaden.

Aber jetzt zur Erstellung einer neuen YouTube Shorts Ads Kampagne. Klicke dazu in deinem Account auf das Pluszeichen und wähle „Neue Kampagne“:

Neue YouTube Shorts Ads Kampagne erstellen

Lege jetzt das Kampagnenziel und die Conversion-Aktionen fest, die die Zielerreichung anzeigen. Also z. B. Umsätze und Käufe, wie hier zu sehen:

YouTube Shorts Ads Kampagnenziel festlegen

Solltest du nicht wissen, was Conversion-Aktionen sind oder wie du diese einrichtest, dann schau doch in diese Playlist von unserem YouTube Kanal. Hier findest du auch hier in unserem Blog ein Google Ads Conversion Tracking Tutorial.

Als Kampagnentyp wählst du Video aus und klickst anschließend auf Weiter.

YouTube Shorts Ads Kampagnentyp

Lege jetzt einen Kampagnennamen fest, den du auch nach Monaten noch leicht wiedererkennst und zuordnen kannst.

Und dann wähle deine gewünschten Standorte und die Sprache – hier der DACH-Raum und Deutsch.

YouTube Shorts Ads Kampagnenname Standorte Sprache

YouTube Shorts Ads Gebotsstrategie & Budgethöhe

Lege jetzt deine Gebotsstrategie und dein Budget fest. Wir empfehlen dir hier zum Start auf „Conversions maximieren“ zu setzen – und zwar anfangs ohne die Festlegung eines Ziel-CPA.

YouTube Shorts Ads Gebotsstrategie Budget Sitelinks

Einen Ziel-CPA solltest du nur und erst festlegen, wenn ausreichend Conversion-Daten vorliegen und du weißt, was dich eine Conversion im Schnitt kostet. Vorher nicht.

Ausreichend Conversion-Daten wären wenigstens 50-100 Conversions und zwar zu einem für dich annehmbaren Preis.

In Sachen Budgethöhe wäre die Empfehlung, dass du das 10-15-fache deines anvisierten Ziel-CPA als durchschnittliches Tagesbudget nimmst. 

Ja, das ist nicht gerade wenig. Denn das wären bei einem CPA von z. B. 20 € bereits 200-300 € pro Tag – und ist damit nicht für jeden stemmbar. 

Es wäre allerdings für das Machine Learning optimal, weil theoretisch jeden Tag 10-15 Conversions eintrudeln sollten – eine sehr gute Datenbasis für den Algorithmus zum Lernen und Optimieren.

Wenigstens würden wir aber das zwei- bis dreifache des anvisierten Ziel-CPA nehmen, also bei z. B. 20 € wenigstens 40-60 € pro Tag.

Und Achtung: Die Gebotsstrategie „Conversions maximieren“ bedeutet, dass du pro Impression deiner Ad bezahlst, auch wenn auf die Zielerreichung, also die gewählten Conversion-Aktionen hin, optimiert wird. Bezahlung also pro Impression, Optimierung aber auf Conversions.

Bei „Conversions maximieren“ wird Google versuchen für das eingestellte Budget so viele Conversions wie möglich zu erzielen – egal, was diese am Ende kosten! D. h. dein eingestelltes Budget wird in jedem Fall ausgeschöpft – selbst wenn 0 Conversions erzielt werden und somit gar keine Conversion eben das Maximum für Google war 🙈 

Das ist wichtig zu wissen und zu bedenken bei der Festlegung der Budgethöhe!

Um dies zu verhindern oder etwas besser zu steuern, lässt sich ein Ziel-CPA festlegen. 

CPA steht für Cost-per-Acquisition, also Kosten pro Akquisition.

Hierbei wird Google insofern eingeschränkt, als dass nur in Auktionen geboten wird, bei denen Aussicht besteht zum vorgegebenen Ziel-CPA die Conversion zu generieren. Im Zweifelsfall gibt Google hier also nicht das eingestellte Budget komplett aus, nämlich immer dann nicht, wenn eben die Zielvorgabe des Ziel-CPA voraussichtlich nicht eingehalten werden kann.

Zu Beginn, wenn noch nicht viele Conversion-Daten vorliegen, würde eine zu frühe und / oder zu enge Vorgabe eines Ziel-CPA dazu führen, dass deine Kampagne nicht losläuft und kein oder nur sehr wenig Budget ausgibt.

Füge daher erst später einen Ziel-CPA hinzu, wenn die Datenbasis stimmt.

Sitelinks & weitere Einstellungen

Weiter unten kannst du dann noch als Asset oder ehemals Anzeigenerweiterung sogenannte Sitelinks hinzufügen. Diese werten deine Anzeige noch einmal auf, reichern sie mit noch mehr Infos an und können somit die Klickrate erhöhen. Füge daher mindestens 2, besser 4 Sitelinks hinzu.

Unter „Weitere Einstellungen“ und „Geräte“ wähle alle Geräte ab, außer Smartphones:

YouTube Shorts Ads Weitere Einstellungen Geräte

Da das YouTube Shorts Format extra für Mobilgeräte konzipiert ist, verschwende dein Budget nicht auf unpassenden Geräten, sondern bündle deine Kraft auf Smartphones. Außerdem stellt die Abwahl der anderen Geräte sicher, dass nicht auch auf Platzierungen über das Shorts-Netzwerk hinaus gestreut wird.

Unter „Frequency Capping“ kannst du z. B. die Impressionshäufigkeit und / oder die Aufrufhäufigkeit beschränken. Dadurch kannst du etwas besser kontrollieren, dass deine Ad nicht allzu häufig ein und demselben Nutzer gezeigt wird, was dann auch negative Assoziationen mit deiner Brand auslösen könnte.

YouTube Shorts Ads Frequency Capping

Unter „Optimierung von Videos“ empfehlen wir dir – Stand jetzt – dass du die Checkbox bei „Google erlauben, zusätzliche Videos zu erstellen“ deaktivierst.

YouTube Shorts Ads Optimierung von Videos

Wir wollen Google nicht erlauben am Herzen unserer Kampagne zu operieren, ohne dass wir dies mitbekommen und unmittelbar kontrollieren könnten – nämlich unseren Creatives, den Videos.

Außerdem würde Google vor allem dein Video in andere Formate zuschneiden, was bei einem 9:16 Format für Shorts keinen Sinn macht. Du wirst daraus niemals ein 16:9 Video schneiden können. Und nein, selbst die KI von Google schafft das nicht auf sinnvolle Art und Weise 😬 

Anzeigengruppe & Zielgruppe erstellen

Lege jetzt einen Anzeigengruppennamen fest. Auch hier gilt, dass du diesen auch nach Monaten leicht und schnell wiedererkennen und zuordnen können solltest.

Und dann klicke auf „Zielgruppe hinzufügen“

YouTube Shorts Ads Anzeigengruppenname Zielgruppe

… und wähle eine bereits erstellte Zielgruppe aus deinem Account aus oder klicke rechts oben auf „Neue Zielgruppe“.

YouTube Shorts Ads Zielgruppe auswählen

Wir empfehlen dir dringend eine Zielgruppe hinzuzufügen bzw. zu erstellen!

Es ist mittlerweile das einzige Mittel, durch dass wir unsere Conversion-Videokampagnen bei YouTube steuern können. Eine gezielte Auswahl bestimmter Keywords oder gar Platzierungen wie einzelne Videos oder Kanäle, stehen uns schon seit längerem nicht mehr zur Verfügung.

Mehr Infos dazu, findest du in diesem Artikel inkl. Video: YouTube Content Targeting verschwindet.

YouTube Shorts Ads Zielgruppe erstellen

In der Folge gehen wir die einzelnen Optionen bei der Erstellung einer neuen Zielgruppe einmal gemeinsam durch und ich gebe dir bei den einzelnen Stellen auch unsere Empfehlungen mit auf den Weg.

Vergib zunächst einen Namen für diese neue Zielgruppe. Und dann lege die Kriterien fest, die deine Zielgruppe am besten beschreiben. Unter „Benutzerdefinierte Segmente“ kannst du eventuell vorhandene Segmente aus deinem Account auswählen oder über „Neues Segment“ ein neues benutzerdefiniertes Segment anlegen.

YouTube Shorts Ads Neue Zielgruppe

Vergib oben zunächst einen Namen für dein neues benutzerdefiniertes Segment.

Füge dann deine Suchbegriffe hinzu. Dabei hast du die Wahl zwischen 2 Optionen:

„Nutzer mit einem dieser Interessengebiete oder einer dieser Kaufabsichten“
und
„Personen, die in der Google Suche einen dieser Begriffe verwendet haben“

YouTube Shorts Ads Neues benutzerdefiniertes Segment

Der Unterschied?

Option 1 ist eine etwas breitere Targetierung. Hier geht es mehr um das ganzheitliche Bild, dass sich Google durch die gesammelten Daten von der Person gemacht hat. Danach kategorisiert Google sie in bestimmte Interessensgebiete oder Kaufabsichten. Und diese legst du hier quasi fest.

Option 2 ist die etwas spitzere Targetierung und das Mittel unserer Wahl. Hier geht es darum, Personen zu erreichen, die tatsächlich einen der von dir vorgegebenen Suchbegriffe vor Kurzem in die Google oder YouTube Suche eingegeben haben. 

Nutzt du dieses Segment später für z. B. Display-Kampagnen, dann ist eine Suche allerdings natürlich irrelevant. Dann werden deine hier eingegebenen Suchbegriffe von Google doch wieder als Beschreibung von Interessen oder Kaufabsichten interpretiert, also wie unter Option 1.

Gib also hier unter Option 2 so 10-15 passende Keywords ein.

Noch etwas weiter unten kannst du auch noch Optionen für ein „Erweitertes Segment“ wählen. Darunter Nutzer, die „bestimmte Website-Typen“ besucht haben. Oder auch Nutzer, die „ähnliche App-Typen“ verwenden. 

Wir empfehlen dir vorerst nicht hier etwas anzugeben. Und wenn, dann nur, wenn die Website- bzw. App-Typen wirklich hochgradig auf deinen idealen Zielkunden passen. Im Zweifel, lass die Angaben hier weg.

Ähnlich gehst du nun unter „Selbst erhobene Daten“ vor – auch hier kannst du vorhandene Daten auswählen oder über „Neues Segment“ neue Daten hinzufügen.

YouTube Shorts Ads Selbst erhobene Daten

Dabei stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung um eigene Daten hinzuzufügen. Wähle die passenden Methoden und Daten aus.

YouTube Shorts Ads Selbst erhobene Daten Neues Segment

Wir empfehlen dir möglichst 3-5 Segmente mit selbst erhobenen Daten hinzuzufügen. Das können z. B. Webseiten Besucher sein, Leads, Kunden usw.

Und schließlich kannst du unter „Interessen und detaillierte demografische Merkmale“ noch kaufbereite Segmente, Lebensereignisse usw. hinzufügen. Wir empfehlen dir hier, dass du dich bei Kampagnen mit dem Ziel Kauf auf kaufbereite Segmente fokussierst und maximal 3-5 passende Segmente hinzufügst.

YouTube Shorts Ads Interessen und detaillierte demografische Merkmale

Ausschlüsse brauchst du für gewöhnlich nicht hinzufügen.

Und unter „Demografische Merkmale“ gib alle Eingrenzungen ein, die für dich wichtig ist.

YouTube Shorts Ads Ausschlüsse Demografische Merkmale

Optimierte Ausrichtung

Hast du deine Zielgruppe gewählt, erscheint bei der „Optimierten Ausrichtung“ eine Checkbox, die standardmäßig aktiviert ist. Wir empfehlen dir, diese zunächst zu deaktivieren.

YouTube Shorts Ads Optimierte Ausrichtung

Durch die optimierte Ausrichtung erlaubst du Google gewissermaßen auch „über den Tellerrand“ deines Zielgruppen-Targetings hinaus nach möglichen Convertern zu suchen. 

Klingt zwar erstmal super, macht aber eigentlich nur Sinn, wenn Google schon genügend Daten zu deiner gewünschten Conversion-Aktion hat, ja, eigentlich erst, wenn diese Datenbasis so wirklich richtig breit ist.

Hast du noch keine oder nur sehr wenige Daten, dann solltest du mit einem spitzeren Targeting starten. Ein spitzeres Targeting verspricht hier die bessere Aussicht auf mehr Conversions zu günstigeren Preisen in einem möglichst kurzen Zeitraum.

Und je schneller wir Google mit guten Daten versorgen, desto besser und desto stabiler wird die spätere Skalierung verlaufen, also die Performance, wenn wir das Budget anheben oder auf ein dann breiteres Targeting gehen.

Ich habe es auf diesem Kanal schon oft erwähnt, aber:

Stell dir Google wie deinen persönlichen Spürhund vor, der dir hilft deine idealen Zielkunden zu finden. Je besser du deinen Spürhund trainierst, je klarer also die Fährte ist, die du ihm von deinem idealen Zielkunden geben kannst, desto bessere und schnellere Ergebnisse wird er dir liefern. Gib ihm daher – gerade zu Beginn! – die klarste Fährte, die überhaupt möglich ist.

Deshalb: Deaktiviere zunächst die optimierte Ausrichtung.

YouTube Shorts Ads Anzeige erstellen

Zu guter Letzt geht es an deine YouTube Shorts Ads Werbeanzeige selbst. Dazu fügst du einfach die YouTube URL deines Shorts Videos hinzu – im folgenden Screenshot mit der 1 markiert.

Bei der 2 gib die finale URL an, auf der die Personen landen sollen, wenn sie auf deine Anzeige bzw. den CTA, also Call-to-Action, klicken.

Wähle bei der 3 ggf. einen angezeigten Pfad, lege einen CTA fest, gib eine Überschrift, einen langen Anzeigentitel und eine Beschreibung ein und benenne deine Anzeige so, dass du sie leicht wiedererkennst (4).

YouTube Shorts Ads Werbeanzeige

Vielmehr ist es tatsächlich nicht. Deine Möglichkeiten hier sind ziemlich beschränkt. Viel wichtiger, als das, was du hier eingibst ist – wenig überraschend – dein Video selbst.

Dazu gleich noch etwas mehr.

Wir empfehlen dir übrigens – gerade zu Beginn – mindestens 3-5 Videos pro Anzeigengruppe zu nutzen, um möglichst schnelle Gewinner-Videos ermitteln zu können, auf denen du dann aufbauen kannst.

YouTube Shorts Ads Auswertung & Optimierung

Ist deine YouTube Shorts Ads Kampagne erstellt, geht es an die Überwachung, Optimierung und Skalierung.

Wähle zunächst deine Shorts Kampagne aus und geh in die Einstellungen. Unter „Inventartyp“ könntest du überlegen, ob „Begrenztes Inventar“ für deine Brand die akkuratere Ausrichtung ist im Hinblick auf Brand Safety Aspekte.

YouTube Shorts Ads Begrenztes Inventar

Unter „Ausgeschlossene Typen und Labels“ schließe eingebettete YouTube-Videos und Videos per Livestream aus.

YouTube Shorts Ads Ausgeschlossene Typen und Labels

So ca. alle 72 Stunden, also alle 3 Tage, schaust du dir nun die Performance deiner Werbeanzeigen an.

Überprüfe auch regelmäßig im Bereich „Zielgruppe“ deiner Kampagne die verschiedenen demografischen Angaben, die du hinterlegt hast und nimm ggf. Anpassungen vor.

YouTube Shorts Ads Demografie prüfen

Eine Altersgruppe funktioniert so gar nicht bei dir? Dann schließe sie beispielsweise von der weiteren Ausspielung aus.

Ansonsten zählt natürlich vor allem deine primäre Kennzahl: Was kostet dich eine Conversion?

Bist du hier im Rahmen, ja, zahlst vielleicht sogar weniger als du auszugeben bereit wärst – super! Das ist alles, was zählt!

Bist du aber womöglich vom CPA her noch nicht ganz da, wo du gerne sein möchtest, achte auf die sekundären Kennzahlen. Das sind vor allem die Aufrufrate, Klickrate sowie die Conversionrate.

Damit für eine Anzeige ein Aufruf gezählt wird, müssen Nutzer deine YouTube Shorts Anzeige 10 Sekunden lang bzw. bis zum Ende ansehen, wenn sie kürzer als 10 Sekunden sein sollte. Ein Aufruf wird auch gezählt, wenn jemand auf die Anzeige klickt. 

Die Aufrufrate gibt an, wie viele Aufrufe du gemessen an den Impressionen, also Einblendungen deines Videos erzielt hast.

Du solltest bei YouTube Shorts schon eine Aufrufrate im zweistelligen Prozentbereich anpeilen, so um die 15-20 %.

Ist deine Aufrufrate viel niedriger, so ist dein Video in den ersten (Milli-)Sekunden zu uninteressant. Du bekommst die Aufmerksamkeit nicht gehalten und die Nutzer sind schnell wieder weg. Wir nennen diesen Einstieg ins Video deinen Hook, der hier dann noch nicht passt.

Daneben sollte deine Klickrate bei wenigstens 1 % liegen.

Ist diese viel niedriger, so passt der Inhalt bzw. der Call-to-Action deiner Anzeige nicht. Die Zuschauer fühlen sich nicht so stark geneigt deiner Handlungsaufforderung zu folgen. Du solltest dich darauf fokussieren dein Angebot interessanter zu gestalten und / oder deine Handlungsaufforderung öfter oder auch deutlicher unterzubringen.

Zu guter Letzt ist da noch die Conversionrate. Hier ist es schwierig pauschal eine Größenordnung zu nennen, weil die Conversionrate sehr von deinem Angebot, deiner Branche usw. abhängt. Sie sollte aber schon bei Onlineshops so ganz grob bei ca. 2-3 % liegen. Bei der Leadgenerierung peilen wir eine Conversionrate der Landing Page von 20 % an.

Die Conversionrate gibt also die Prozentzahl an Personen an, die nach dem Klick auf die Werbeanzeige dann auch die gewünschte Conversion-Aktion, also z. B. einen Kauf, durchgeführt haben.

Siehst du eine Winner-Ad bei all diesen Kennzahlen, so frage dich immer nach dem Warum. Warum ist diese Anzeige wohl besser als die anderen? Baue dann auf den Antworten auf, um noch bessere oder wenigstens gleich starke weitere Ads zu basteln und so deine Creatives immer weiter zu verfeinern.

Mache dabei wirklich sehr ähnliche Ads zu der Winner-Ad, immer nur mit einer kleinen, leichten Anpassung z. B. am Hook oder dem Call-to-Action um zu sehen, was eine weitere Verbesserung bringt.

Das fortlaufende Testen neuer Ads und das Aussieben der Gewinner bzw. Verlierer hört praktisch nie auf und gehört fortan für dich zur ständigen Routine dazu…

Hier einen echten Knaller zu finden ist zwar eine große Herausforderung. Aber hat man es erst einmal geschafft, ist es auch sehr lohnend!

Was zeichnet ein gutes YouTube Shorts Ad Video aus?

Hier mal eine kleine Aufzählung, was ein gutes Shorts-Ad-Video so u. a. auszeichnet:

  • Es ist temporeich.
  • Visuell ansprechend.
  • Gerade in den ersten ca. 3 Sekunden fesselnd (Hook), hat also eine starke visuelle und ggf. verbale Botschaft.
  • Beinhaltet Storytelling-Elemente für eine emotionale Verbindung zum Zuschauer.
  • Verfügt über etwas Musik, evtl. auch nur dezent im Hintergrund.
  • Nutzt zu starken Bildern evtl. ein Voiceover zum nachträglichen Einsprechen von passenden verbalen Botschaften.
  • Hat idealerweise eine Prise Humor.
  • Und ist dabei nicht zuuu werblich… ja, es ist Werbung, sollte aber nicht zu sehr danach aussehen und sich für den Zuschauer auch nicht zu krass danach anfühlen…
  • Und ein gutes Shorts-Ads-Video demonstriert oftmals das Produkt oder die Ergebnisse und Vorteile einer Dienstleistung.

YouTube Shorts Ads Budget Skalierung

Abschließend sei noch ein Wort gesagt zum Thema Budget-Skalierung:

Wenn du dich für das Anheben des Budgets und somit die sogenannte vertikale Skalierung entscheidest, dann beachte, dass du das Budget um nicht mehr als 10-20 % pro Woche anheben solltest.

Schlussbemerkungen

Wir hoffen sehr, dass dir dieser Leitfaden zu deinen ersten YouTube Shorts Ads geholfen hat. Falls noch Fragen offen geblieben sind, schreib sie uns gerne in die Kommentare.

Ja, das Thema ist ziemlich umfangreich, wie du gesehen hast. Solltest du dich daher mal persönlich über deine YouTube und YouTube Shorts Ads unterhalten wollen, dann buche dir hier ein individuelles Strategiegespräch.

Wir freuen uns schon auf dich und wünschen dir viel Erfolg mit deinen YouTube Shorts Ads!

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